Schüler: Fremdsprachen
Fremdsprachen schlagen Brücken zu anderen Kulturen. Immer mehr Arbeitgeber, Lehrer und Wissenschaftler fordern deshalb dazu auf, dass Schüler Fremdsprachen lernen, die sie später beruflich und privat gebrauchen können. Laut derwesten.de stehen dabei Spanisch, Chinesisch und Türkisch ganz hoch im Kurs.
Viele Lateinschüler würden lieber eine andere Sprache lernen.
Schüler wollen Fremdsprachen lernen, die nicht von gestern sind
Dass Schüler an Fremdsprachen scheitern, liegt oft daran, dass sie keinen praktischen Nutzen darin sehen. Als tote Sprache kann sich Latein dieser Herausforderung kaum noch stellen.
Mit 250.000 Schülern ist die Zahl der Lateinschüler in NRW in den letzten Jahren leicht gestiegen. Dennoch wählen immer mehr Schüler Fremdsprachen aus, die sie auch anwenden können. So hat sich beispielsweise die Zahl der Spanischlernenden in NRW in den letzten zehn Jahren beinahe vervierfacht.
Anders als für Französisch oder Spanisch, fehlt es bei Fremdsprachen wie Türkisch, Chinesisch oder Portugiesisch jedoch noch an Lehrern und Standards.
Brauchen Schüler tote Fremdsprachen wie Latein für das Studium?
Viele Professoren weisen darauf hin, dass Lateinkenntnisse dabei helfen können, dass Schüler Fremdsprachen allgemein leichter lernen. Denn Latein vermittle wie keine andere Sprache ein systematisches Verständnis von Sprache und fördere das logische Denken.
Aus diesem Grunde müssen sich viele Studenten und Schüler immer noch durch das Latinum kämpfen, denn ohne Latein würden sie Zulassungsvoraussetzungen für viele Studienfächer nicht erfüllen. Oft muss das Latinum neben dem normalen Studienalltag mühevoll nachgeholt werden.
Laut Arbeitgeber sollten Schüler Fremdsprachen lernen, die auf dem Arbeitsmarkt gefragt sind
Barbara Dorn von der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeber weist darauf hin, dass Lateinkenntnisse auf dem Arbeitsmarkt kaum weiterhelfen, denn die heutige Wirtschaft ist auf weltweiten Handel und Austausch ausgerichtet. „Viele Wirtschafts-Partner sitzen in Osteuropa, Asien und Lateinamerika. […] Wir brauchen Beschäftigte, die die Sprachen dieser Menschen sprechen“, so Dorn.
Somit stellen mittlerweile auch viele Professoren den Nutzen von Latein als Fremdsprache in Frage. Logisches Sprachdenken kann auch durch andere Sprachen gefördert werden und ist letztlich nicht das, was Studenten oder Schüler für Fremdsprachen begeistert.














rosabienchen 26.04.2012, 12:50 Uhr
Das ist echt wahr! Ich hätte als Schüler total gerne Spanisch gehabt und musste dann an der Uni auch noch das Latinum nachmachen, völlig überflüssig!